Unser September Newsletter

Goldener Spätsommer & meteorologischer Herbstanfang

Der Spät­­­sommer ver­­­ab­­­schiedet sich langsam mit seinen letz­­­ten warmen Sonnen­­­stunden und macht Platz für eine der stimmungs­­­vollsten Jahres­­­zeiten in der Ville. Mit dem 1. Sep­­­tember be­­­ginnt der meteoro­­­logische Herbst­­­anfang: Die Morgen­­­luft wird merklich frischer, feiner Früh­­­nebel liegt über den Wald­­­wiesen und die Natur beginnt, sich in den Herbst zu ver­­­wandeln..

Nach den teils drückend heißen Hoch­­­sommer­­­tagen bringt die kühlere Witter­­­ung spürbare Ent­­­lastung – sowohl für die Spazier­­­gänger als auch für die Tier­­­welt im Ville­­­wald.

Aktuelles aus dem Revier – Vorbereitung auf die vegetationsarme Zeit

Für das heimische Wild geht ein anstrengender Sommer zu Ende. Nach den kräfte­­­zehren­­­den Mona­­­ten der Auf­­­zucht des Nach­­­wuchses und der inten­­­siven sommer­­­lichen Blatt­­­zeit nutzen Reh- und Rot­­­wild nun jede Gelegen­­­heit, sich auf die bevor­­­stehende vegetations­­­arme Zeit vor­­­zu­­­bereiten.

Überall im Revier sind die Tiere in der sogenannten „Feist­­­zeit“: Sie äsen aus­­­giebig an den reich­­­haltigen Früchten des Spät­­­sommers – Eicheln, Buch­­­eckern, Wald­­­beeren und späten Kräutern –, um wertvolle Energie­­­reser­­­ven und Fett­­­polster für den kommenden Winter anzu­­­legen. Für uns Jäger bedeutet diese Phase auf­­­merksame Beobachtung der Ein­­­stände, sorg­­­fältige Revier­­­pflege und eine ruhige, ziel­­­gerichtete Bejagung im Ein­­­klang mit den natürlichen Zyklen.


Kulinarisches Highlight: Hirsch- und Rehfleisch frisch aus der Septemberjagd

Genau diese Phase der Vor­­bereitung macht das Wild­bret im Sep­tember besonders wert­voll und geschmack­voll. Das Fleisch ist durch die natürliche Äsung der Sommer­monate besonders zart, mager und aromatisch.

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass wir pünktlich zum Spät­sommer unser Sorti­ment an frischem Wildbret auf­gestockt haben. Unser High­light im Sep­tember ist die Ver­fügbarkeit von hoch­wertigem Hirsch- und Reh­fleisch. Ob Braten­stücke für den ersten herbst­lichen Sonntags­braten, saftiges Gulasch oder zarte Steaks – wir bringen den ehrlichen Geschmack des Reviers direkt nach Hause. Melde dich einfach bei uns, um zu erfahren, welche Stücke aktuell frisch vorrätig sind.


Rezept des Monats: Saftiges Hirsch-Schmorsteak mit Rotwein-Preiselbeer-Sauce

Ein einfaches, aber eindrucksvolles Gericht, das die feine Würze des Hirschfleischs perfekt mit den herbstlichen Aromen von Rotwein und Preiselbeeren verbindet. Ideal für die ersten gemütlichen Abende im Haus.

Die Zutaten

  • 2 Hirschsteaks (à ca. 180-200 g, z. B. aus der Keule oder Hüfte)
  • 2 EL Butterschmalz oder Öl zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 kleine Zwiebel (fein gewürfelt)
  • 1 TL Tomatenmark
  • 100 ml kräftiger Rotwein (z. B. Spätburgunder)
  • 200 ml Wildfond (oder Rinderfond)
  • 1 Zweig Rosmarin, 1 Zweig Thymian
  • 2 EL Wildpreiselbeeren (aus dem Glas)
  • (Optional: 1 EL kalte Butter zum Binden)

Die Zubereitung

  1. Vorbereiten: Die Hirschsteaks trocken tupfen, salzen und pfeffern[cite: 2, 5].
  2. Anbraten: Butterschmalz in einer Pfanne stark erhitzen. Die Steaks von beiden Seiten scharf anbraten (ca. 2-3 Minuten pro Seite), bis sie eine schöne Farbe haben. Aus der Pfanne nehmen und warm stellen (z. B. in Alufolie gewickelt)[cite: 2, 5, 6].
  3. Sauce ansetzen: Die Hitze reduzieren. Die feinen Zwiebelwürfel im Bratensatz glasig dünsten. Das Tomatenmark hinzugeben und kurz mitrösten.
  4. Ablöschen: Mit dem Rotwein ablöschen und den Bratensatz vom Pfannenboden lösen. Den Wein fast vollständig einkochen lassen (Deglasieren)[cite: 5, 6].
  5. Schmoren: Mit dem Wildfond aufgießen. Die Kräuterzweige (Rosmarin, Thymian) hinzugeben. Die angebratenen Steaks samt ausgetretenem Fleischsaft zurück in die Pfanne geben. Bei kleiner Hitze und geschlossenem Deckel ca. 10-15 Minuten sanft schmoren lassen (je nach gewünschtem Gargrad).
  6. Finale: Die Steaks aus der Sauce nehmen. Die Kräuterzweige entfernen. Die Wildpreiselbeeren einrühren. (Optional: Die Pfanne von der Hitze nehmen und die kalte Butter in Flocken unterrühren, um die Sauce zu binden und ihr Glanz zu verleihen.) Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Servieren: Die Steaks mit der Sauce anrichten.

Dazu passen klassisch Rotkohl und Klöße oder, etwas moderner, Spätzle und herbstliches Ofengemüse. Das Rezept ist für zwei Personen berechnet, also gegebenenfalls umrechnen.


Jetzt Vorrat anlegen oder Wildbret anfragen

Ein ehr­licher Erfahrungs­wert aus den vergangenen Saisons: Wir erleben es leider immer wieder, dass Kundinnen und Kunden enttäuscht sind oder leer ausgehen, weil sie zu kurz­fristig für das an­stehende Wochen­ende oder ein ge­plantes Familien­essen anfragen.

Da wir kein Fleisch aus dem Groß­handel kaufen oder industriell lagern, sondern aus­schließlich mit frischem, hand­werklich verarbeitetem Wild­bret aus dem heimischen Revier arbeiten, sind beliebte Teil­stücke wie Reh­keule, Reh­rücken oder frisches Hirsch­fleisch naturgemäß oft rasch ver­griffen.

Wenn Du für den Sep­tember oder Dein nächstes Schmor­gericht planst: Melde Dich am besten früh­zeitig bei uns. Sag uns einfach, was Du suchst – wir reservieren Dein Wun­schstück gerne!


Herzliche Grüße und Waidmannsheil

Revierjäger
Franz Peter Zimmermann

& das gesamte Team von Ville-Jagd