Unser Juni Newsletter

Die Tage sind so lang wie nirgendwo sonst im Jahr, das Licht bleibt bis spät am Abend. Im Revier herrscht Hoch­betrieb der anderen Art – überall Be­wegung, Wachs­tum, Leben. Ein guter Moment, inne­zuhalten und zu schauen, was uns dieser Sommer bringt.

Aktuelles aus dem Revier – zwischen Setzzeit und Sommerstille

Die Brut- und Setzzeit läuft noch bis in die zweite Juni­hälfte. Kitze, Jung­füchse, Reb­huhn­küken – das Revier steckt voller junger Leben, die unsere Rück­sicht brauchen. Wer jetzt mit Hund in der Natur unter­wegs ist, tut uns und dem Wild einen großen Gefallen: Leine dran, Wege nutzen, Ruhe gönnen.

Gleich­zeitig laufen die letzten Pflegevarbeiten des Früh­jahrs: Wasser­stellen werden kontrolliert, Ansitze vor­bereitet, das Revier auf den Hoch­sommer einge­stellt. Für uns als Jäger bedeutet Juni vor allem: beobachten, doku­mentieren, ver­stehen – und die laufende Reh­bock­jagd ver­antwortungs­voll be­gleiten.

Bitte Hunde bis Ende Juni kon­se­quent an der Leine führen – auch auf be­kannten Wald­wegen in der Ville. Jung­tiere reagieren bereits auf Witter­ung. Danke für Deine Rück­sicht!

📷 Blick in die Ville – was unsere Wildkamera zeigt

Juni, 04:31 Uhr. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen, der Wald liegt im Morgen­nebel –
und dieser Reh­bock steht mitten im Unter­holz und sichert. Direkt in die Kamera.
Als würde er genau wissen, dass er beobachtet wird.

Solche Aufnahmen aus unserem Revier erinnern uns daran, warum wir tun, was wir tun.
Jagd ist nicht nur Jagd. Es ist Geduld, Beobach­tung und ein tiefer Respekt vor dem,
was im Wald lebt – auch und gerade in den stillen Stunden, in denen kein Mensch unter­wegs ist.


🔥 Sommerzeit ist Grillzeit – Wild vom Rost

Wild vom Grill? Unbedingt. Reh­steaks, Wildb­urger-Patties oder zartes Wild­schwein­nacken­steak – heimisches Wild­bret ist im Sommer eine der ehrlichsten Alter­nativen zu Massen­fleisch. Kein Anti­biotikum, kein Haltungs­gebäude, kurze Wege. Natürlich auf­gewachsen, direkt aus unserer Region.

Wild aus der Ville steht für kurze Wege, verantwortungsvolles Waldhandwerk und echte Qualität. Wir sagen Dir gerne, was aktuell verfügbar ist – einfach kurz melden.

🥩 Rezept des Monats: Rehsteak vom Grill mit Kräuterbutter

Schnell, unkompliziert, unschlagbar gut. Das Reh­steak braucht kaum Vor­bereitung – und über­zeugt auf dem Grill in wenigen Minuten. Perfekt für laue Sommer­abende mit Familie oder Freunden.

Die Zutaten (für 2 Personen)

Die Zutaten

  • 2 Rehsteaks, ca. 180 g je (aus dem Rücken oder der Keule)
  • Fleur de Sel, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 100 g Butter (weich)
  • 1 Knoblauchzehe, fein gerieben
  • ½ Bund glatte Petersilie, fein gehackt
  • 1 Zweig Rosmarin
  • etwas Olivenöl
  • Abrieb von ½ unbehandelten Zitrone

Die Zubereitung

  1. Kräuterbutter vorbereiten: Butter mit Petersilie, Knoblauch, Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer gut verrühren. Als Rolle in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kühlen.
  2. Fleisch temperieren: Steaks 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen, trocken tupfen und leicht mit Olivenöl einreiben.
  3. Grillen: Grill auf hohe direkte Hitze bringen. Steaks je Seite 2–3 Minuten scharf grillen – nicht zu lange, Reh ist kein Schwein.
  4. Ruhen lassen: Fleisch 3–4 Minuten vom Grill nehmen und ruhen lassen. Dann eine Scheibe Kräuterbutter obenauf – fertig.

Reh ist fertig bei ca. 57–60 °C Kerntemperatur – rosa, saftig, zart. Kein Wildfleisch sollte trocken vom Grill kommen. Im Zweifel lieber etwas früher vom Rost nehmen.

Dazu passen: Grillgemüse aus der Saison, ein frischer Sommersalat oder einfach gutes Baguette.


Warum Wildbret im Sommer besonders empfehlenswert ist

Viele verbinden Wild mit Herbst und Winter – doch der Sommer hat seinen eigenen Reiz: Reh­wild aus der Sommer­jagd liefert besonders helles, feines und zartes Fleisch. Die Tiere äsen in dieser Zeit auf frischem Grün, Kräutern und Wald­früchten – das schmeckt man.

Wild aus der Ville hat dabei einen besonderen Vorteil: Das Revier zwischen Brühl und dem Ville­wald bietet Misch­wald­strukturen, die für natürliche Äsung und große Arten­vielfalt sorgen. Was auf Deinem Teller landet, war Teil dieses Lebens­raums – transparent, ehrlich, regional.


Herzliche Grüße und Waidmannsheil

Revierjäger
Franz Peter Zimmermann
& das gesamte Team von Ville-Jagd