Februar bei Ville-Jagd – zwischen Winterruhe und Neubeginn
Aktuelles aus dem Revier
Der Februar ist eine Übergangszeit – ruhig, klar und ein bisschen hoffnungsvoll.
Die großen Bewegungen im Revier sind vorbei, vieles läuft ruhiger, strukturierter. Für uns bedeutet das vor allem Pflegearbeit: Ansitze kontrollieren, Wege freihalten, Zäune instand setzen und dort unterstützen, wo Wild in der kalten Jahreszeit zusätzliche Ruhe braucht.

Gleichzeitig merkt man schon: Die Tage werden langsam länger.
Manchmal ist es schon ein kleiner Vorgeschmack auf das Frühjahr – auch wenn es morgens noch frostig ist.
Diese Wochen nutzen wir, um Ordnung ins Revier zu bringen und uns auf die kommende Saison vorzubereiten.
Fastenzeit – damals und heute

Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Ursprünglich bedeutete das: Verzicht auf Fleisch.
Im Mittelalter wurde Wildbret dabei teils als Ausnahme eingeordnet – es galt als besonders mager und naturbelassen, manchmal sogar als „nicht fleischlich“.
Heute wird Fasten oft moderner verstanden: weniger Masse, mehr Bewusstsein. Nicht unbedingt strikter Verzicht – sondern die Frage, woher Lebensmittel kommen und wie sie erzeugt wurden.
Wer Fasten als bewussten Umgang mit Fleisch interpretiert, findet in regionalem Wildbret eine sinnvolle Alternative zu industriell erzeugtem Rind oder Schwein.
Wer strikt fleischlos bleiben möchte, lässt Wild natürlich weg – auch das gehört zur Fastenzeit.
Rezept des Monats: Rehrücken aus der Pfanne mit Wurzelgemüse
Ein Gericht ohne viel Aufwand – leicht, schnell gemacht und voller Geschmack. Ideal für die späten Wintertage.

Die Zutaten
- 300–400 g Rehrücken (küchenfertig)
- 2 Karotten
- 1 Pastinake oder Petersilienwurzel
- 1 kleine rote Zwiebel
- 1 Zweig Rosmarin
- Salz, Pfeffer
- etwas Öl oder Butter
Die Zubereitung
- Gemüse grob würfeln und in einer Pfanne mit etwas Öl langsam anrösten.
- Rehrücken salzen, pfeffern und in separater Pfanne scharf von beiden Seiten anbraten (je Seite ca. 2–3 Minuten).
- Rosmarin kurz mit in die Fleischpfanne geben.
- Fleisch kurz ruhen lassen, dann in Scheiben schneiden.
- Mit dem Wurzelgemüse servieren.
Das Rezept ist für zwei Personen ausgelegt. Dazu passt ein kleines Kartoffelpüree oder einfach frisches Brot.
Zum Schluss
Wer im Februar Lust auf Wild aus der Region hat, meldet sich gern bei uns – wir sagen, was aktuell verfügbar ist.
Herzliche Grüße und Waidmannsheil
Franz Peter Zimmermann
& das gesamte Team von Ville Jagd
